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Papierkarten für Navigationsprogramme kalibrieren

Die folgende Anleitung basiert auf den Anleitungen aus dem boote-wassersport-forum.de Sie ist in dieser beschriebenen Form nur unter Windows durchführbar.

Notwendige Programme

Alle notwendigen Programme können hier direkt zusammengefasst heruntergeladen werden: mapcal.zip

Es handelt sich hierbei um das Programm MapCal2 aus dem Programmpacket von SeaClear und den Programmen imgkap und mc2bsbh sowie der Batchdatei dir2kap

Papierkarten scannen und vorbereiten

Zuerst müssen die Papierkarten gescannt werden. Am Besten ist es einen A2 Scanner zu verwenden, da die meisten Sportbootkarten im Format A2 vorliegen. Es ist natürlich auch möglich die Karten im Format A3 oder A4 zu scannen, aber dann müssen sie mit einem Grafikprogramm erst wieder zusammen gesetzt werden. Da die meisten Scanner nicht sehr genau arbeiten kommt es beim Zusammenfügen aber zu sichtbaren und damit unschönen Versätzen.

Das Zusammenfügen von zwei Kartenteilen (A3 gescannt) ist noch relativ unkompliziert. Das Zusammenfügen von vier Kartenteilen (A4 gescannt) hingegen schon recht aufwändig.

Als Auflösung sollte ein Wert zwischen 100 dpi und 200 dpi gewählt werden. Je größer der Wert desto besser ist die Auflösung, aber auch die Dateigröße und damit der Rechenaufwand innerhalb der Programme. Es sollte ein Dateiformat genutzt werden welches ohne Komprimierung arbeitet (z.B.bmp oder tif)

Nach dem Scannen liegt die Karte nun unbearbeitet vor. Sie muss jetzt in einem Grafikprogramm geöffnet werden.

vor dem Bearbeiten

In diesem Beispiel muss die Karte nur noch gedreht und zugeschnitten werden. Es sollte genau so zugeschnitten werden, dass die Gradskalen gerade nicht mehr zu sehen sind. Danach kann je nach Bedarf und Geschmack etwas nachgeschärft werden.

nach dem Bearbeiten

Die Karte kann nun gespeichert werden. Hier bitte das Format PNG wählen, da alle nachfolgenden Programme mit diesem Format arbeiten können. Außerdem sollte ein aussagekräftiger Dateiname gewählt werden, damit man später nicht durcheinander kommt. Es bietet sich an eine Kombination aus der Kartenserie und der Kartennummer zu wählen. In diesem Beispiel heist die Datei nun hanoe_09.png. Sie muss in dem Verzeichnis abgespeichert werden in dem sich die oben verlinkten Programme befinden. Jetzt können die weiteren Karten bearbeitet werden. Wenn alle Karten bearbeitet wurden geht es weiter mit dem Kalibrieren.

Karte kalibrieren

Zum Kalibrieren wird das Programm mapcal2.exe gestartet.

Jetzt wird die erste Karte in das Programm geladen: File → Open Image → hanoe_09.png

Im dem sich daraufhin öffnenden Dialog müssen die rot markierten Felder bearbeitet werden.

  • Chart Name: ein aussagekräftiger Name
  • Scale: Maßstab der Karte
  • Projection: Mercator
  • Datum: Kartendatum (meist WGS84)
  • Depth Units: Meters (oder abweichend)

Wenn alles ausgefüllt ist wird mit „OK“ bestätigt.

Jetzt navigiert man mit dem Cursorkreutz zum ersten sichtbaren Gitterkreuz in der oberen linken Kartenecke. Wenn sich der Cursor genau über dem Kreuz befindet drückt man die „Rechte Maustaste“ und wählt „Add New Cal. point“

Danach kann die Position für diesen Punkt von der Karte abgelesen und im linken Funktionsbereich des Programms eingetragen werden. Die Eingabe wird mit dem Button „Activate Changes“ bestätigt.

Das gleiche wiederholt man danach für die untere rechte Ecke der Karte und setzt dort ebenfalls einen Kalibrierungspunkt. Hat man dies getan kann man die Kalibrierung überprüfen in dem man sich über die Karte ein Gitter legt. Dazu ändert man im linken Programmbereich von „No Grid“ auf „Normal Grid“.

In diesem Beispiel ist zu sehen, dass das überlagerte Gitter nicht deckungsgleich mit dem Kartengitter ist. Es müssen also noch weitere Kalibrierungspunkte gesetzt werden. Es ist empfehlenswert mindestens vier Punkte in den jeweiligen Kartenecken zu setzen. Bei Karten die aus mehreren einzelnen Scanns zusammengesetzt sind ist meist notwendig noch mehrere Kalibrierungspunkte in der Karte zu setzen.

Wenn beide Gitter übereinstimmen kann mit „File → Save Calibration“ die Kalibrierung für die Karte gespeichert werden.

MapCal2 speichert die Kalibrierungsdaten in der Datei „CHARTCAL.DIR“. In dieser Datei werden auch die Daten aller weiteren Karten gespeichert. Wenn alles geklappt hat können nun nach diesem Schema die weiteren Karten kalibriert werden.

Sind alle Karten kalibriert navigiert man im Dateimanager in das Verzeichnis in dem sich die Programme und die Karten befinden. Jetzt zieht man die Datei CHARTCAL.DIR auf die Datei dir2kap.bat.

Die Sicherheitswarnung muss bestätigt werden.

Durch das Script in der Datei dir2kap.bat werden jetzt die Karten mit den Kalibrierungsdaten verbunden und jede einzelne Karte als KAP-Datei abgespeichert.

Die entstandenden Karten im KAP-Format können jetzt in das Kartenverzeichnis des Navigationsprogramms kopiert werden.

technik/elektronische_navigation/papierkarten_kalibrieren.txt · Zuletzt geändert: 2016/12/31 09:21 von admin